Herkunft

Pharaoh Hound (Kelb tal-Fenek)

Dieser Hund wird häufig mit den stehohrigen, windhundähnlichen Hunden
des alten Ägypten in Verbindung gebracht.

In der Zeit der ägyptischen Dynastien findet man derartige Hunde häufig abgebildet, sie zeigen eine überraschende Ähnlichkeit mit dem hunde- oder schakalköpfigen Gott Anubis, der die Seelen zu ihrem Platz im Leben nach dem Tod geleitet.

Realer Vertreter dieses Hundetyps war der Tesem - dieser Hunde hatte die typischen grossen, aufrecht stehenden Ohren und südlichen Pariahunden ab.

Eine beliebte Theorie geht davon aus, dass es die Phönizier waren, die lebhaft mit Windhunden rund um die bekannte Welt handelten und diese Hunde dabei nach Malta und auf andere Inseln des Mittelmeeraumes brachten.

Tatsächlich kolonialisierten die Phönizier um etwa 1.000 v. Chr. die Insel Malta. Doch gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass sie wirklich für die Einfuhr von Hunden verantwortlich waren, wie auch die Vermutung einer Verbindung zwischen den heutigen mediterranen Rassen und dem Tesem des alten Ägypten lediglich auf der äußeren Ähnlichkeit dieser Hunde beruht.

Auf Malta wird die lokale Rasse der mediterranen Windhunde Kelb-tal-Fenek (Kaninchenhund) genannt. Seit alters her verwenden die Bauern auf Malta diese Hunde zur Kaninchenjagd, oft in Verbindung mit einem gezähmten Frettchen. In Anbetracht seiner geschichtlichen Bedeutung wird der Kelb tal-Fenek heute als Nationalhund des Inselstaates betrachtet.

Erst in den frühen sechziger Jahren gelangten die ersten Exemplare nach England, wo man ihnen wegen ihrer Ähnlichkeit mit den altägyptischen Hundedarstellungen den werbewirksamen Namen "Pharaoh Hound" gab. 1968 erfolgte die offizielle Anerkennung der Rasse durch den britischen Kennel Club, 1977 diejenige der FCI.

Quelle by Jan Scotland